Regeln für Teilzeitarbeit von internationalen Studierenden nach Ländern (2026)
By Nguyen Duc Minh

Regeln für Teilzeitarbeit von internationalen Studierenden nach Ländern (2026)
Die Regeln für Teilzeitarbeit von internationalen Studierenden nach Ländern im Jahr 2026 zu verstehen, ist einer der klügsten Schritte, die du vor dem Kofferpacken machen kannst. Das richtige Zielland kann es dir ermöglichen, genug für Miete, Lebensmittel und Freizeitvergnügen am Wochenende zu verdienen, während falsche Annahmen über dein Visum dich deinen Studierendenstatus kosten können. Arbeitszeitgrenzen, Mindestlöhne und Regelungen zu Pausenzeiten unterscheiden sich von Land zu Land enorm, und mehrere wichtige Zielländer haben ihre Vorschriften für 2026 geändert. Dieser Leitfaden erklärt genau, wie viele Stunden internationale Studierende 2026 pro Woche arbeiten dürfen, was du verdienen kannst und welche Länder dir die meiste Flexibilität bieten.
Egal ob es dich nach Deutschland, Kanada, Australien, Großbritannien, in die USA oder anderswohin zieht – die länderspezifische Arbeitszeitgrenze für Studierendenvisa zu kennen, hält dich rechtlich abgesichert, finanziell stabil und stressfrei.
Schnellvergleich: Studentische Arbeitszeiten und Mindestlohn nach Ländern (2026)
Hier ein Überblick über die länderspezifische Arbeitszeitgrenze für Studierendenvisa, einschließlich der Obergrenzen während des Semesters, der zulässigen Stunden in den Semesterferien und des aktuellen Mindestlohns, sofern zutreffend.
| Land | Während des Semesters (pro Woche) | Während der Ferien | Mindestlohn (2026) |
|---|---|---|---|
| Deutschland | ~20 Std. (140 volle Tage/Jahr) | Bis zu 40 Std. | EUR 13.90/Std. |
| Kanada | 24 Std. (außerhalb des Campus) | Unbegrenzt | Je nach Provinz |
| Australien | 48 Std. / zwei Wochen (~24/Woche) | Unbegrenzt | AUD ~24/Std. |
| Großbritannien | 20 Std. (Studienniveau) | Vollzeit | GBP 12.71/Std. (21+) |
| USA (F-1) | 20 Std. (auf dem Campus) | Vollzeit | USD 7.25/Std. bundesweit+ |
| Irland | 20 Std. | Bis zu 40 Std. | Variiert |
| Neuseeland | 25 Std. | Vollzeit | Variiert |
| Frankreich | 964 Std./Jahr (~18.5-20/Woche) | Zählt zum Jahreskontingent | EUR 12.02/Std. |
> Hinweis: Eine "Woche" wird nicht überall gleich definiert. Australien misst die Arbeitszeit in festen Zweiwochenzeiträumen, Frankreich verwendet ein jährliches Stundenbudget, und Deutschland zählt ganze und halbe Tage statt Wochenstunden. Lies dir immer deine konkreten Visumbedingungen durch.
Deutschland: Die 140-Tage-Regel und Werkstudentenjobs
Deutschland ist 2026 deutlich studierendenfreundlicher geworden. Mit Wirkung zum Sommersemester 2026 stieg das jährliche Arbeitskontingent für internationale Studierende von außerhalb der EU von 120 auf 140 volle Tage (oder 280 halbe Tage). In der Praxis kannst du während des Semesters etwa 20 Stunden pro Woche und während der Semesterferien bis zu 40 Stunden pro Woche arbeiten.
Auch die Bezahlung ist attraktiv. Der gesetzliche Mindestlohn in Deutschland stieg zum 1. Januar 2026 auf EUR 13.90 pro Stunde. Noch besser: studentische Hilfskraftstellen (HiWi-Jobs) an deiner Universität zählen in der Regel nicht zum 140-Tage-Kontingent, sodass dir akademische Tätigkeiten ermöglichen zu verdienen, ohne dein Kontingent anzutasten.
- Werkstudentenstellen sind der Goldstandard: bezahlt, fachlich relevant und während des Semesters auf ~20 Std./Woche begrenzt.
- HiWi-Jobs unterstützen Professorinnen und Professoren in Forschung oder Lehre und fallen meist nicht unter die Tagesgrenze.
- Das Überschreiten deines Kontingents gefährdet deine Aufenthaltserlaubnis, also behalte deine Tage sorgfältig im Blick.
Kanada: Die 24-Stunden-Regel außerhalb des Campus
Kanada erlaubt internationalen Vollzeitstudierenden an Designated Learning Institutions (DLIs) nun, während der akademischen Semester bis zu 24 Stunden pro Woche außerhalb des Campus zu arbeiten. Während geplanter Ferien kannst du unbegrenzt viele Stunden arbeiten – allerdings muss jede Ferienzeit mindestens 7 Tage dauern, und die Gesamtmenge ist auf 180 Tage pro Kalenderjahr begrenzt.
Sei vorsichtig: Mehr als 24 Stunden pro Woche außerhalb des Campus zu arbeiten, ist ein direkter Verstoß gegen die Bedingungen deiner Studienerlaubnis und kann zum Verlust deines Studierendenstatus führen. Für Arbeit auf dem Campus und genehmigte Co-op-Praktika gelten gesonderte Regeln, also kläre das ab, bevor du anfängst.
Australien: 48 Stunden pro Zweiwochenzeitraum
Das australische Studierendenvisum (Subklasse 500) begrenzt die Arbeitszeit auf 48 Stunden pro Zweiwochenzeitraum, solange dein Studiengang läuft. Ein Zweiwochenzeitraum ist ein fester 14-Tage-Block, der immer an einem Montag beginnt – du kannst ihn also nicht über einen längeren Zeitraum mitteln.
Während offizieller Studienpausen sind deine Stunden unbegrenzt. Es gibt zudem eine wichtige Ausnahme: Für Promovierende und forschungsorientierte Masterstudierende gilt überhaupt keine Arbeitszeitgrenze, sobald ihr Studiengang begonnen hat.
> Tipp: Plane deine Schichten rund um den festen Zweiwochenzeitraum von Montag bis Sonntag. Wenn du 48 Stunden in die erste Woche legst, bleibt dir in der zweiten Woche desselben Blocks kein Kontingent mehr.
Großbritannien: 20 Stunden während des Semesters
Inhaber eines britischen Studierendenvisums in Studiengängen auf Studienniveau an anerkannten Hochschulen dürfen während der Vorlesungszeit bis zu 20 Stunden pro Woche arbeiten. Studierende in Studiengängen unterhalb des Studienniveaus sind auf lediglich 10 Stunden pro Woche beschränkt.
Auch Großbritannien hat die Löhne angehoben. Ab dem 1. April 2026 gilt folgender nationaler Mindest-/existenzsichernder Lohn:
| Altersgruppe | Stundenlohn (2026) |
|---|---|
| 21 und älter | GBP 12.71 |
| 18 bis 20 | GBP 10.85 |
| Unter 18 / Auszubildende | GBP 8.00 |
Während der Semesterferien dürfen berechtigte Studierende in Vollzeit arbeiten. Prüfe immer, ob dein konkreter Sponsor deinen Studiengang als Studienniveau einstuft.
USA: F-1-Arbeit auf dem Campus, CPT und OPT
Die USA sind das restriktivste der großen Zielländer, was das Verdienen während des Studiums angeht. F-1-Studierende dürfen während der Vorlesungszeit bis zu 20 Stunden pro Woche auf dem Campus arbeiten (ohne gesonderte Genehmigung) und in den Ferien in Vollzeit. Arbeit außerhalb des Campus erfordert eine CPT- oder OPT-Genehmigung – du kannst nicht einfach einen regulären Job außerhalb des Campus annehmen.
Nach dem Abschluss kommt der Lohn durch das Post-Completion OPT, das bis zu 12 Monate Arbeitserlaubnis gewährt. Achte auf diese Falle: Studierende, die 12 oder mehr Monate Vollzeit-CPT nutzen, verlieren den Anspruch auf OPT.
Die Löhne variieren enorm. Der bundesweite Mindestlohn bleibt 2026 bei USD 7.25 pro Stunde (unverändert seit Juli 2009), aber 30 Bundesstaaten plus Washington, D.C. legen höhere Sätze fest, einige erreichen USD 15-17 pro Stunde.
Irland, Neuseeland und Frankreich: Starke Alternativen
Irland
Vollzeitstudierende von außerhalb des EWR mit Stamp 2 dürfen 20 Stunden pro Woche während des Semesters und bis zu 40 Stunden pro Woche in den festgelegten Ferienzeiten arbeiten – vom 1. Juni bis 30. September und vom 15. Dezember bis 15. Januar. Beachte, dass Inhaber von Stamp 2A überhaupt nicht arbeiten dürfen.
Neuseeland
Neuseeland hat die Arbeitsrechte während des Studiums von 20 auf 25 Stunden pro Woche angehoben, mit Wirkung zum 3. November 2025 – eine der großzügigsten Vorlesungszeit-Grenzen überhaupt. Bestehende Inhaber eines 20-Stunden-Visums können für NZD 325 eine Änderung der Bedingungen beantragen.
Frankreich
Frankreich erlaubt Studierenden von außerhalb der EU, bis zu 964 Stunden pro Jahr zu arbeiten – etwa 60 % eines vollen französischen Arbeitsjahres oder rund 18.5-20 Stunden pro Woche. Algerische Staatsangehörige sind im Rahmen eines bilateralen Abkommens auf 482 Stunden pro Jahr beschränkt. Der Mindestlohn (SMIC) beträgt EUR 12.02 pro Stunde, und studiengangsbedingte Pflichtpraktika zählen nicht zum 964-Stunden-Kontingent.
Die besten Länder für Teilzeitarbeit internationaler Studierender 2026
Bei der Wahl der besten Länder für Teilzeitarbeit internationaler Studierender im Jahr 2026 solltest du drei Faktoren zusammen abwägen: Arbeitszeitgrenzen, Löhne und Flexibilität in den Ferien.
- Deutschland – Hoher Mindestlohn (EUR 13.90), flexibles 140-Tage-System und HiWi-Jobs, die nicht zum Kontingent zählen.
- Australien – Starke Löhne und unbegrenzte Arbeitszeit in den Ferien, mit vollständigen Ausnahmen für Forschungsstudierende.
- Neuseeland – Die großzügigste Vorlesungszeit-Grenze mit 25 Stunden pro Woche.
- Kanada – Solide 24 Stunden pro Woche plus unbegrenzte Ferienarbeit, aber strenge Durchsetzung.
- Irland – Großzügige 40-Stunden-Fenster im Sommer, um Budgetierung rund um die Ferien zu planen.
Die USA bieten über OPT den höchsten langfristigen Gewinn, aber die strengsten Einschränkungen während des Studiums – sie eignen sich daher für Studierende, die ihre Karriere nach dem Abschluss über das Verdienen während des Semesters stellen.
Häufig gestellte Fragen
Wie viele Stunden dürfen internationale Studierende 2026 pro Woche arbeiten?
Das hängt vom Land ab. Deutschland und Großbritannien erlauben etwa 20 Stunden, Kanada erlaubt 24, Neuseeland 25 und Australien 48 Stunden pro Zweiwochenzeitraum (rund 24 pro Woche). Frankreich verwendet statt einer Wochengrenze ein Jahreskontingent von 964 Stunden.
Was passiert, wenn ich mehr arbeite, als mein Visum erlaubt?
Das Überschreiten deiner Grenze ist ein Visumverstoß. In Kanada kann das Arbeiten von mehr als 24 Stunden pro Woche außerhalb des Campus dich deinen Studierendenstatus kosten, und ähnliche Konsequenzen gelten andernorts, darunter der Verlust deiner Aufenthaltserlaubnis oder künftige Visumablehnungen.
Welches Land zahlt internationalen Studierenden den höchsten Stundenlohn?
Unter den großen Zielländern bieten Deutschland (EUR 13.90), Großbritannien (GBP 12.71 für 21+) und Frankreich (EUR 12.02) starke gesetzliche Mindestlöhne. Einige US-Bundesstaaten erreichen USD 15-17, obwohl die bundesweite Untergrenze nur USD 7.25 beträgt.
Kann ich während der Semesterferien in Vollzeit arbeiten?
In den meisten Ländern ja. Deutschland erlaubt während der Ferien bis zu 40 Stunden pro Woche, während Kanada, Australien, Großbritannien und Neuseeland in den offiziellen Studienpausen Vollzeit- oder unbegrenzte Arbeit gestatten.
Zählen Praktika zu meiner Arbeitszeitgrenze?
Das ist unterschiedlich. In Frankreich zählen studiengangsbedingte Pflichtpraktika nicht zum 964-Stunden-Kontingent, und HiWi-Stellen in Deutschland fallen in der Regel nicht unter die 140-Tage-Grenze. In den USA erfordern Praktika außerhalb des Campus eine CPT-Genehmigung.
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