Checkliste der Studiendokumente für Deutschland

Alle Dokumente für das Studium in Deutschland nach Phase — Zeugnisse, APS, TestAS, Sprachzertifikat, uni-assist, Finanzierung und Visum.

Wichtige Fakten

Häufig gestellte Fragen

Welche Dokumente brauche ich für ein Studium in Deutschland?

Zeugnisse (Schulabschlusszeugnis und Notenübersichten, meist übersetzt und beglaubigt), ein APS-Zertifikat sofern erforderlich, dein TestAS-Ergebnis, ein Sprachzertifikat (TestDaF/DSH/telc C1 Hochschule), eine uni-assist-Bewerbung (oder Direktbewerbung, je nach Hochschule), Finanzierungsnachweis über ein Sperrkonto, eine in Deutschland gültige Krankenversicherung und die vollständigen Unterlagen für den Visumantrag. Ein Motivationsschreiben wird bei den meisten Bewerbungen erwartet, manche Studiengänge verlangen zusätzlich einen Lebenslauf und ein oder zwei Empfehlungsschreiben von Lehrkräften oder Arbeitgebern. Biometrische Passfotos und ein Reisepass mit mehreren Monaten Restgültigkeit über den geplanten Aufenthalt hinaus runden die Unterlagen ab. Halte sowohl beglaubigte Papierkopien als auch digitale Scans aller Dokumente bereit — uni-assist, die Hochschule und der Visumtermin verlangen die Unterlagen meist separat, sodass beide Formate griffbereit zu haben dir hektisches Neu-Beglaubigen oder -Scannen unter Zeitdruck erspart.

Wie lange dauert die APS-Bearbeitung?

Die APS-Bearbeitung dauert in der Regel 4–6 Wochen nach Einreichung aller erforderlichen Unterlagen, kann aber in der Hauptbewerbungszeit (Frühjahr und Herbst) länger dauern, wenn das Antragsvolumen bei der für dein Land zuständigen APS-Stelle am höchsten ist. Reiche die Unterlagen frühzeitig vor den Bewerbungsfristen ein, besonders wenn du auch den TestAS benötigst, da beide Verfahren völlig unabhängig voneinander laufen und sich auch gegen Aufpreis nicht beschleunigen lassen. In der Praxis bedeutet das: Beginne die APS-Bewerbung 4–6 Monate vor deinem geplanten Studienbeginn, um einen sichereren Puffer als das absolute Minimum zu haben, denn schon ein einziges fehlendes oder falsch beglaubigtes Dokument kann die Bearbeitungszeit neu starten lassen. Manche Länder (Vietnam, China, Indien u. a.) haben ein eigenes APS-Verfahren mit leicht abweichenden Dokumentenlisten und Gebühren — bestätige also immer die genauen Anforderungen für dein Heimatland, statt eine allgemeine Checkliste anzuwenden.

Müssen meine Dokumente übersetzt und beglaubigt werden?

Ja — Zeugnisse, die nicht bereits auf Deutsch oder Englisch vorliegen, benötigen in der Regel eine amtlich beglaubigte Übersetzung durch eine für rechtliche/amtliche Dokumente anerkannte Übersetzerin oder einen Übersetzer in deinem Land oder in Deutschland. Manche Hochschulen verlangen zusätzlich eine Apostille — eine Form internationaler rechtlicher Beglaubigung — auf dem Original, noch bevor es überhaupt übersetzt wird, insbesondere bei Ländern, die das Haager Apostille-Übereinkommen unterzeichnet haben. Die genauen Anforderungen variieren deutlich je nach Hochschule und den länderspezifischen Regeln von uni-assist, prüfe also die exakte Formulierung auf der Zulassungsseite deines Wunschstudiengangs, statt von einem einheitlichen Standard auszugehen. Da beglaubigte Übersetzungen Tage bis Wochen dauern können und eine erneute Anfertigung nicht billig ist, solltest du sie so früh wie möglich erledigen — idealerweise sobald dein Abschlusszeugnis vorliegt, deutlich vor den uni-assist- oder Visumfristen.

Was ist eine VPD von uni-assist, und brauche ich für jede Bewerbung eine neue?

Die VPD (Vorprüfungsdokumentation) ist die Vorprüfung deiner Zeugnisse durch uni-assist gegen deutsche Äquivalenzstandards — sie bestätigt, ob dein Schulabschluss und etwaiges Vorstudium unabhängig von einem bestimmten Studiengang für die Zulassung an einer deutschen Hochschule ausreichen. Ist sie einmal ausgestellt, akzeptieren die meisten uni-assist-Hochschulen dieselbe VPD für weitere Bewerbungen im selben Semester, sodass die Prüfgebühr meist nur einmal pro Bewerbungszeitraum anfällt statt einmal pro Hochschule. Für einen neuen Bewerbungszeitraum (z. B. das folgende Semester) muss die VPD neu ausgestellt werden, falls du beim ersten Versuch keinen Studienplatz erhalten hast, ebenso wenn sich deine Qualifikationssituation ändert (etwa nach Abschluss eines Studienkollegs). Bewahre die VPD-Bestätigung sicher auf, da manche Hochschulen verlangen, sie direkt im eigenen Bewerbungsportal zu referenzieren oder hochzuladen.

Wie viel Geld muss ich für ein deutsches Studentenvisum nachweisen?

Du musst nachweisen, dass du die Lebenshaltungskosten für ein Jahr in Deutschland decken kannst, meist über ein Sperrkonto, das einen festen monatlichen Betrag freigibt statt der gesamten Summe auf einmal. Der genaue erforderliche Betrag wird von den deutschen Behörden festgelegt und regelmäßig angepasst, prüfe also immer die aktuelle Zahl auf der Website deiner örtlichen deutschen Botschaft oder deines Konsulats, statt dich auf eine Zahl aus einem Blogbeitrag oder der Erfahrung eines früheren Bewerbers zu verlassen, da sie sich von Jahr zu Jahr ändert. Ein Sperrkonto ist nicht die einzige akzeptierte Option — ein formales Stipendium, eine Verpflichtungserklärung einer in Deutschland ansässigen Person oder eine Bankbürgschaft können die Anforderung je nach deiner Situation und der zuständigen deutschen Auslandsvertretung ebenfalls erfüllen.

Brauche ich eine Krankenversicherung, bevor ich in Deutschland ankomme?

Ja — der Nachweis einer in Deutschland gültigen Krankenversicherung ist sowohl für die Immatrikulation an der Hochschule als auch in vielen Fällen für den Visumantrag selbst zwingend erforderlich. Die meisten Studierenden nutzen die gesetzliche Krankenversicherung, mit der deutsche Hochschulen direkt zusammenarbeiten und die in der Regel die erforderliche Option ist, sobald du tatsächlich eingeschrieben und unter 30 bist. Vor der Immatrikulation — zum Beispiel während der Visumantragsphase — nutzen manche Bewerber eine vorübergehende Reise-/Einreisekrankenversicherung, die die deutschen Visumanforderungen erfüllt, und wechseln nach Ankunft und Einschreibung zur gesetzlichen Versicherung. Da sich Versicherungsregeln mit Visum- und Immatrikulationsfristen überschneiden, bestätige die genaue Reihenfolge und akzeptierten Anbieter beim International Office deiner Wunschhochschule, statt anzunehmen, dass jede Reiseversicherung ausreicht.